21.10.2017

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Arbeitszeugnis - Teil 2

Abschlusszeugnis

Teil 1 - Übersicht
Teil 2 - Abschlusszeugnis
Teil 3 - Zwischenzeugnis
Teil 4 - Aufbau des Zeugnis
Teil 5 - Zeugnisnote
Teil 6 - Versteckte Hinweise
Teil 7 - Einzelfragen
Ein gesetzlicher Anspruch auf Erteilung des Arbeitszeugnisses kann sich insbesondere aus folgenden Vorschriften ergeben:

  • § 630 BGB: für Arbeitnehmer allgemein
  • § 73 HGB: für kaufmännische Angestellte
  • § 113 GewO: für gewerbliche Arbeitnehmer
  • § 8 BBiG: für Auszubildende
  • § 19 BBiG: für Volontäre und Praktikanten

Bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird seitens des Arbeitgebers den Arbeitspapieren häufig ein Zeugnis beigefügt. Der Arbeitgeber ist hierzu aber nur verpflichtet, wenn der Arbeitnehmer dieses ausdrücklich verlangt. Auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses kann der Arbeitnehmer ein Zeugnis verlangen. Dabei ist zu beachten, dass in manchen Tarifverträgen eine Verfallklausel vorgesehen ist. Der Arbeitnehmer sollte daher immer umgehend das Zeugnis verlangen, auch wenn er es momentan nicht benötigt.

Auch bei nur kurzer Beschäftigung ist ein Arbeitszeugnis zu erteilen. Es kommt insoweit nur darauf an, dass das Arbeitsverhältnis auf Dauer angelegt war.

Der Anspruch auf Erteilung eines Abschlusszeugnisses entsteht gemäß den jeweiligen Gesetzeswortlaut mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Die Rechtsprechung ist aufgrund der Fürsorgepflicht dazu übergegangen, den Anspruch auf Erteilung des Abschlusszeugnisses auf den Zeitpunkt vorzuverlegen, ab welchen das Arbeitsverhältnis gekündigt worden ist. Für den Anspruch auf Erteilung des Arbeitszeugnisses kommt es nicht auf den Grund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses an. Mit der Erteilung des Zeugnisses ist der Anspruch erloschen. Der Arbeitnehmer kann kein zweites Mal von dem Arbeitgeber ein Zeugnis verlangen.

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